Wer heute günstig übers Handy telefonieren und sich nicht lange an einen Handyvertrag binden möchte, der greift am besten zur Prepaid-Variante. Beim Prepaid-Handytarif wird das Gesprächsguthaben im Vorhinein aufgeladen; anschließend kann man so lange telefonieren oder SMS schreiben, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Vor allem beim Zweithandy und bei Teenagern erfreuen sich Prepaid-Karten (auch “Guthabenkarte” genannt) großer Beliebtheit, vor allem aus dem Grund der Kostenkontrolle. Wer seinen Handytarif monatlich mit 10 oder 20 Euro auflädt, kann schlichtweg nicht mehr Geld vertelefonieren. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann man sogar noch von Freunden und Bekannten angerufen werden, allerdings nur für einen bestimmten Zeitraum (variiert von Anbieter zu Anbieter).
Mittlerweile haben fast 40 Prozent der deutschen Mobilfunkteilnehmer einen Handytarif mit Prepaidkarte. Der Prepaid-Boom begann mit dem Aufkommen der so genannten Mobilfunk-Discounter. War der Mobilfunkmarkt lange Jahre in der Hand der vier Netzbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und o2, so traten mit Tchibo, Aldi & Co. die ersten Telekommunikationsdiensteanbieter auf den Markt, die über kein eigenes Mobilfunknetz verfügen. Heute teilen sich mehrere Dutzend Anbieter den Markt für Handytarife, zu den bekanntesten Marken gehören Fonic, simyo, congster oder BILDmobil. Wer einen neuen Handytarif sucht, bedient sich am besten bei Vergleichsrechnern im Internet, beispielsweise beim Handytarife-Rechner der bekannten Seite Billiger-Telefonieren.de. Dort kann man mit wenigen Eingaben den passenden Handytarif finden-
Diese und andere Anbieter können sich vor allem einen Umstand auf die Fahne schreiben: Durch ihren Markteintritt sind Handytarife vergleichsweise günstig geworden, schon ab 7,5 Cent pro Minute kann man heute mobil telefonieren – egal, in welches Netz. Denn auch das ist eine Errungenschaft der Prepaid-Anbieter: Sie haben die Handytarife vereinfacht, bei den meisten Anbietern gibt es Einheitspreise für Gesprächsminuten ins Fest- und Mobilfunknetz sowie für SMS. 9 oder 10 Cent für alles – das kann man sich leicht merken. Einziger Nachteil bei Prepaid-Angeboten: Man bekommt kein Handy dazu. Allerdings weiß man mittlerweile, dass der Direktkauf eines Handys in Kombination mit einem Prepaid-Tarif über Monate gerechnet günstiger ist als ein vermeintlich günstiges Handy vom Provider mit einem teuren Tarif.